Ist Deutsch wirklich so schwer – oder liegt die eigentliche Herausforderung manchmal darin, die Sprache tatsächlich zu sprechen?
Prof. Dr. Marion Grein beleuchtet aus neurodidaktischer Perspektive, was beim Sprechen im Gehirn geschieht und warum Stress, Emotionen und die Angst vor Fehlern den Zugriff auf vorhandenes Wissen erschweren können.
Im Mittelpunkt stehen Sprechangst, ihre möglichen Folgen für den weiteren Lernprozess und das seltenere Phänomen des Mutismus. Zugleich geht es um konkrete Wege, Sicherheit und Sprechbereitschaft zu fördern.
Denn für Integration, Fachkräfteeinwanderung und gesellschaftliche Teilhabe ist nicht nur entscheidend, eine Sprache zu beherrschen, sondern auch den Mut zu haben, sie zu sprechen.
Im Vortrag erwarten Sie
- Neurodidaktische Grundlagen des Sprechens
- Ursachen und Folgen von Sprechangst
- Lernbedingungen, die Sicherheit und Sprechbereitschaft fördern
Speakerin
Prof. Dr. Marion Grein
Prof. Dr. Marion Grein ist Linguistin und Sprachdidaktikerin und leitet den Masterstudiengang Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Sie ist u. a. Mitglied in den Beiräten der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und der Deutschen Welle sowie in der Bewertungskommission des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
Im Rahmen zahlreicher Vortrags- und Fortbildungsreisen ist sie im In- und Ausland tätig.
Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Neurodidaktik, dem kulturreflexiven Lernen sowie dem digitalen Lernen und dem Einsatz von KI im Sprachunterricht.